Unternehmen sichern. Familie versorgen. Gemeinwohl fördern.

Doppelstiftung

Die Doppelstiftung ist eine geeignete Struktur, wenn mehrere Ziele dauerhaft miteinander verbunden werden sollen: der langfristige Erhalt eines Unternehmens, die Versorgung der Familie und die Förderung gemeinnütziger Zwecke. Sie kommt vor allem dann infrage, wenn eine einzelne Stiftung diese Anforderungen nicht sauber abbilden kann.

Als Mehrstiftungsmodell verbindet die Doppelstiftung privatnützige und gemeinnützige Elemente, ohne diese zu vermischen. Kontrolle, Vermögensstruktur und Wirkung werden klar getrennt und zugleich stabil miteinander verzahnt.

Wenn du prüfen möchtest, ob eine Doppelstiftung zu deiner Situation passt, unterstützen wir dich gerne bei der Einordnung. Für rechtliche und steuerliche Details solltest du immer qualifizierte Fachberatung einbeziehen.

Die Vorteile einer Doppelstiftung

Eine Doppelstiftung schafft Struktur dort, wo mehrere Interessen dauerhaft berücksichtigt und in einer Stiftung vereint werden sollen. Typische Vorteile sind:

Was ist eine Doppelstiftung? Ein kompakter Überblick

Die Doppelstiftung ist keine eigene Stiftungsart, sondern ein Mehrstiftungsmodell, das aus zwei rechtlich selbstständigen Stiftungen besteht. In der Regel handelt es sich um die Kombination aus einer Familienstiftung und einer gemeinnützigen Stiftung.

Beide Stiftungen halten Anteile an demselben Vermögen, häufig an einem Unternehmen. Die Funktionen sind dabei klar verteilt: Die Familienstiftung übernimmt die Steuerung und stellt die Versorgung der Familie sicher. Die gemeinnützige Stiftung erhält Erträge, um dauerhaft gemeinnützige Zwecke zu fördern.

Gerade diese saubere Trennung macht die Doppelstiftung zu einer stabilen und langfristig tragfähigen Struktur.

Wie funktioniert das Doppelstiftungsmodell?

Kern des Doppelstiftungsmodells ist die bewusste Aufteilung von Rechten:

Das Modell ermöglicht es, unternehmerische Führung, familiäre Interessen und gesellschaftliche Wirkung dauerhaft miteinander zu verbinden, ohne Zielkonflikte in der täglichen Praxis.

Steuerliche Aspekte der Doppelstiftung

Eine Doppelstiftung kann steuerliche Vorteile bieten. Diese ergeben sich jedoch nicht automatisch, sondern aus der Kombination der beteiligten Stiftungen. Während die Familienstiftung regulär steuerpflichtig ist, profitiert die gemeinnützige Stiftung bei satzungsgemäßer Ausgestaltung von steuerlichen Begünstigungen, etwa bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie bei der Verwendung laufender Erträge für gemeinnützige Zwecke.

Der Vorteil liegt darin, dass Erträge gezielt unterschiedlichen Zwecken zugeführt werden können. Ein Teil dient der Versorgung der Familie, ein anderer Teil fließt in gemeinnützige Projekte unter steuerlich begünstigten Rahmenbedingungen.

Aber… FAQ zur Doppelstiftung

Hat eine Doppelstiftung Nachteile?

Die Doppelstiftung ist strukturell anspruchsvoll. Sie erfordert einen höheren Gestaltungs- und Abstimmungsaufwand, da zwei rechtlich selbstständige Stiftungen mit eigenen Satzungen und Organen eingerichtet werden. Zudem besteht in der Gründungsphase ein erhöhter Beratungsbedarf.

Typische Beispiele finden sich bei familiengeführten Unternehmen, bei denen die unternehmerische Kontrolle erhalten bleiben soll und gleichzeitig dauerhaft gemeinnützige Zwecke gefördert werden. Häufig wird dieses Modell im Rahmen der Unternehmensnachfolge eingesetzt, wenn eine einzelne Stiftung die verschiedenen Zielsetzungen nicht ausreichend abbilden kann.

Eine Doppelstiftung wird nicht als einheitliche Stiftung gegründet, sondern durch die Errichtung zweier eigenständiger Stiftungen. In der Regel werden parallel eine Familienstiftung und eine gemeinnützige Stiftung gegründet und über eine abgestimmte Beteiligungsstruktur miteinander verbunden.

Voraussetzung ist ein klar definiertes Zielbild, das sowohl privatnützige als auch gemeinnützige Elemente umfasst. Darüber hinaus braucht es eine ausreichende Vermögensbasis, tragfähige Satzungen für beide Stiftungen sowie eine durchdachte Governance-Struktur. Aufgrund der Komplexität empfiehlt sich eine enge Abstimmung mit qualifizierter Rechts- und Steuerberatung vor und während der Stiftungsgründung.

Je nach Zielsetzung kommen auch andere Stiftungsarten infrage. Eine Familienstiftung eignet sich, wenn der Fokus auf Vermögensschutz und Familienversorgung liegt. Eine gemeinnützige Stiftung ist passend, wenn ausschließlich das Gemeinwohl im Vordergrund steht. Für einen flexibleren Einstieg kann eine Treuhandstiftung eine Alternative sein. Welche Struktur geeignet ist, hängt von Vermögen, Zielsetzung und langfristiger Ausrichtung ab.

In den meisten Fällen bietet Deutschland den verlässlichsten Rahmen für eine Doppelstiftung. Das deutsche Stiftungsrecht ist klar geregelt, anerkannt und langfristig stabil. Ausländische Modelle führen nicht automatisch zu steuerlichen Vorteilen und bringen häufig zusätzliche rechtliche, steuerliche und organisatorische Risiken mit sich. Für nachhaltige und rechtssichere Strukturen ist eine Gründung in Deutschland in der Regel die sinnvollere Wahl.

Stiftung.de unterstützt dich bei deinen Fragen zur Doppelstiftung

Gemeinsam klären wir, ob dieses Modell zu deinen Zielen passt und welche Struktur grundsätzlich sinnvoll sein kann.